Im Jahr 2009 starben 4328 Menschen durch einen Verkehrsunfall. Davon waren 2210 lediglich Insassen. Das sind schon mal 2210 Unschuldige. Nach meiner Berechnung bleiben dann noch 2118 Fahrzeugführer übrig. Da davon ausgegangen werden, dass man an einem Unfall im Schnitt zu 50% Schuld ist, starben also logischerweise 1059 Fahrzeugführer unschuldig. Die Frage der Teilschuld lassen wir nun mal außen vor. Aber im Zweifel gehe man davon aus, dass Teilschuld bedeuten würde: „hätte der Andere aufgepasst hätte keiner Sterben müssen“. Also komme ich auf eine Gesamtzahl von 3177 unverschuldet, im Straßenverkehr Verstorbenen im Jahr 2009 (die aktuellen Daten aus 2010 sind leider noch nicht bestätig, ich wäre ja auch gerne näher am Geschehen). An dieser Stelle sind die Feinstaubtoten, die CO2-Opfer als auch die tödlichen Unfälle im Rahmen der Fertigung eines KFZ noch nicht eingerechnet. Weitere Unfällen zuliefernder Betriebe und die Lieferung todbringender Stoffe wie Drogen, Alkohol, Zigaretten und ähnliches über die nationalen Verkehrswege sind ebenso nicht berücksichtigt.
Das ruft doch sofort meinen Sinn nach demokratisch gesteuerter, gesundheitlicher Vorsorge auf den Plan. Den Präzedenzfall haben wir durch das Rauchverbot doch schon vorliegen. Etwa 3300 Tote durch Passivrauchkonsum. Also liegen wir hier in etwa bei der gleichen Zahl an Toten (0,04% Unterschied). Der mündige Bürger mag nun meinen er habe es doch selbst in der Hand, in welche gefährliche Situation des Straßenverkehrs er sich begebe, aber das ist eine sehr egozentrisch-liberale Denkweise. Denn man hat ja auch keinen Nichtraucher gezwungen in Gaststätten mit Aschenbechern auf den Tischen zu gehen und doch nahm sich der ein oder andere Nichtraucher das Recht heraus, diese zu besuchen.
Also brauchen wir folglich ein Gesetz zum Schutze der Nichtfahrer. Und das kann nur heißen, dass das Führen eines PKW auf öffentlichen Straßen verboten werden soll, ja muss. Denn auch der leichtsinnige Beifahrer muss hier geschützt werden, auch wenn die Fahrer darunter leiden sollten.Vor allem die Kinder, denkt doch mal an die Kinder auf dem Rücksitz. Die sind doch dem Straßenverkehr schutzlos ausgeliefert. Und das meist schon ein paar Tage nach der Geburt. Manchmal sogar noch am gleichen Tag.

